DIGITALE PRODUKTION- DER WEG IN DIE ZUKUNFT

Der Begriff Industrie 4.0 hat sich als Schlagwort in den Köpfen der Menschen etabliert. Im 18. Jahrhundert fand die Mechanisierung mit Wasser- und Dampfkraft statt, dicht gefolgt von der Massenfertigung mit Hilfe von Fließbändern und elektronischer Energie Ende des 19. Jahrhunderts. Nach der verstärkten Nutzung von Elektronik und Informationstechnologie seit den 1970er Jahren wird die industrielle Produktion demnach zum vierten Mal durch den technologischen Fortschritt einen entscheidenden Wandel erleben. Die Vision dahinter: Die Vernetzung von Personen und Maschinen wird ganz neue Produktionsumgebungen hervorbringen.

Während Henry Ford 1908 noch verkündete, dass jeder Kunde sein Auto in einer beliebigen Farbe lackieren kann, solange diese Farbe schwarz ist, gibt es heute nahezu unendlich viele Varianten. Nicht nur die Zeit, sondern auch die Produktionsmöglichkeiten haben sich vollkommen transformiert. Im Zuge der Industrie 4.0 werden weltweit Milliarden Maschinen, Anlagen oder Sensoren miteinander kommunizieren und so Informationen austauschen. Damit soll, so das Ziel, ein Unternehmen seine Produktion nicht nur wesentlich effizienter gestalten können, sondern auch besser auf die Bedürfnisse des Marktes ausrichten können.

Ein Paradebeispiel hierfür bietet Siemens. Mithilfe der PLM-Software können deren Produkte virtuell entwickelt und auf Herz und Nieren getestet werden. Der wesentliche Unterschied im Vergleich zu früher: Hierfür muss nicht an einer einzigen Schraube gedreht werden. Dank dem virtuellen Abbild des Produktes lassen sich einzelne Bestandteile in unterschiedlichster Ausführung einfügen und entlang der kompletten Entwicklungskette testen lassen. Damit gelingt es Siemens seine Produkte 50 Prozent schneller auf dem Markt zu platzieren, ohne dass die Qualität darunter leiden muss.

Dass die Fabrik der Zukunft schon heute allgegenwärtig ist, zeigen auch digitale Planungsmethoden, wie die Virtuelle Realität. Auch die Möglichkeit des 3D Drucks oder der Einsatz von Leichtbaurobotern verdeutlichen, dass die Industrie 4.0 bereits Realität ist. Dennoch: Der Mensch bleibt in der Industrie 4.0-Welt unerlässlich. Sei es, dass er mit seiner Intelligenz alle Vorgänge und Abläufe vorausdenken muss oder er die Maschinen lenkt, indem er ihnen die Software beibringt. Der Mensch ist und bleibt eines der wichtigsten Bestandteile eines jeden Unternehmens. Dementsprechend muss das Augenmerk auf die Variation bestehender Jobs gelegt werden, sowohl als auch auf die Tatsache, dass völlig neuartige Jobs entstehen werden. Diese Herausforderung gilt es schon heute zu bewältigen und kann nicht als nichtig abgetan werden. Als Ergebnis lässt sich bereits jetzt festhalten, dass Mensch und Maschine acht Mal so produktiv wie vor 20 Jahren sind. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen und auszubauen.

Veröffentlicht am 26. Juli 2016 in Unkategorisiert

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